Apropos... Experte für Neues
Herr Katzameier, Sie werden weltweit als Sciarrino-Spezialist geschätzt, an der Berliner Staatsoper haben Sie gerade an zwei Uraufführungen mitgewirkt, bei den Salzburger Osterfestspielen 2019 kommt «Thérèse» heraus, ein Werk von Philipp Maintz, bei dem Sie nicht nur die männliche Hauptrolle singen, sondern zu dem Sie auch das Libretto geschrieben haben. Wann sind Sie in die Schublade «Neue Musik» gerutscht?
Erst nach 15 Jahren im klassischen Repertoire.
Zunächst lag mein Schwerpunkt auf Lied und Oratorium, allein die Matthäus-Passion habe ich über 80-mal gesungen. Dann kam allmählich die Oper hinzu, viel Mozart und vor allem Barock- und Rossini-Partien, weil mir Koloratur immer sehr leicht fiel. In ein Festengagement wollte ich nie, weil mir der Konzertgesang dafür zu wichtig war. Als ich dann nach langer Zeit fest an ein Haus ging, nach Luzern, habe ich recht schnell festgestellt, dass das nicht passt für mich. Aber ich sang in Luzern auch zum ersten Mal eine Sciarrino-Oper, und dabei hat der Komponist meine Stimme für sich entdeckt.
Eine Affinität zum Zeitgenössischen hatten Sie da aber schon, oder?
Ja, absolut. Als ich zwölf Jahre alt war, hat uns die Musiklehrerin Messiaens ...
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Opernwelt April 2019
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Frederik Hanssen
Der Name klingt nicht nach Afrika. César Francks «Hulda» spielt im frühmittelalterlichen Norwegen, zur Zeit der kriegerischen Sippen. Der belgisch-französische Komponist hatte für sein Opernprojekt das erfolgreiche Drama «Halte-Hulda» des späteren Literatur-Nobelpreisträgers Bjørnstjerne Bjørnson ausgewählt. Mit der Psychologie der Vorlage vermochte das Libretto...
Vielleicht waren die Erwartungen (vor allem unsere) zu hoch geschraubt, wog der Ballast der Rezeptionsgeschichte zu schwer, wirkte der unbedingte Wille, Neues, Anderes, Außerordentliches schaffen zu wollen, wie eine Bremse für die Inspiration. Und vielleicht steckte schon im konzeptuellen Ansatz dieses Abends das hinterhältige Teufelchen. Traurige Erkenntnis ist...
Ich gestehe es freimütig: Ich liebe Schnittchen. Aber nicht diese luxuriösen Exemplare, die bei Premierenfeiern und anderen vergleichbaren repräsentativen Empfängen herumgereicht werden. Ich meine Schnittchen in Reinkultur. Da, wo ich herkomme, nennt man sie Bütterken. Am liebsten mag ich die mit Gouda. Über ein echtes Käse-Bütterken, wie ich es allmorgens auch...
