Für alle Fälle

Cosimas Papagei, Appias Rheintöchter, «Ente Gurnemanz» –eine Sichtung der jüngsten Wagner-Literatur

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Opernwelt September/Oktober 2006
Rubrik: Im Focus, Seite 17
von Matthias Nöther, Stephan Mösch, Klaus Kalchschmid

Vergriffen
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Auf Grund

Vor zwanzig Jahren – so die in Bremen lebende koreanische Komponistin Youn­ghi Pagh-Paan – habe sie den Auftrag noch abgelehnt, eine Oper zu schreiben: «Jetzt konnte ich eine Oper schreiben – jetzt weiß ich, was Gesang ist.» Gerade am Gesang aber lief ihre Kammeroper «Mondschatten» auf Grund. Pagh-Paan hatte sich von der Stuttgarter Dramaturgin Juliane Votteler ein...

Aus dem Geist der Sprache

Mit Mozart fing alles an: Als Figaro-Graf debütierte der englische Bariton Simon Keenlyside 1987 an der Hamburger Oper. Inzwischen gilt er längst als einer der bedeutendsten Vertreter seines Fachs und hat sich neben den wichtigen Mozart-Rollen auch das italienische und französische Repertoire erobert. Zuletzt wurde Keenlyside in der Titelrolle von Debussys...

Vom Doppelgesicht des Patriotismus

Das Erdbeben ereignete sich nicht nur in den Straßen von Paris, sondern auch auf den Opernbühnen. Die Französische Revolution hinterließ eben überall ihre Spuren. Vielleicht am deutlichsten bei François-­Joseph Gossec, nicht nur weil er während der Revolutionsjahre mit etlichen Ämtern und Pöstchen bekleidet wurde – er war Vorsitzender des Comité de lecture an der...