Stars im Ensemble

Zum Tod von Anneliese Rothenberger, Benno Kusche und Raimund Grumbach

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Drei Sängerpersönlichkeiten, die ein Stück Musikgeschichte mitgeschrieben haben, sind im Mai von der Bühne des Lebens abgetreten. Zwei von ihnen machten Weltkarriere, verloren dabei aber nie die Bodenhaftung – stets waren sie in funktionierende Ensembles eingebettet; der dritte war der Typ des Ensemblesängers schlechthin, einer Spezies, die schon lange vom Aussterben bedroht ist.

International war Anneliese Rothenberger zweifellos die Prominenteste. Am 24. Mai ist sie nach kurzer Krankheit in ihrem Schweizer Domizil gestorben.

Ihr Ruhm als Operetten-Diva und Fernsehmoderatorin, den sie seit Ende der sechziger Jahre genoss, hat eine Zeitlang ihre großen Leistungen auf der Opernbühne und auf dem Konzertpodium in den Hintergrund gedrängt. Am 19. Juni 1926 (nach einigen Quellen: 1924) in Mannheim geboren, wurde sie bei Erika Müller ausgebildet, die damals vor allem als Strauss-Interpretin einen Namen hatte, und erhielt 1943 ihren ersten Vertrag als Elevin in Koblenz. Sie musste dort auch in Sprechrollen auftreten, konnte aber bereits ihre erste Gilda singen. Nach dem Krieg engagierte sie Günther Rennert an die Hamburger Staatsoper, wo sie 1947 als Oscar im «Maskenball» debütierte. ...

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Opernwelt Juli 2010
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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