Bellini: Norma

St. Gallen

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Bellinis «Norma» steht und fällt mit den beiden Frauenstimmen. Ob die beiden jungen russischen Sängerinnen Mlada Khudoley (Norma) und Ekaterina Gubanova (Adalgisa) sich in Partien, die geradezu als Inbegriff des Bellini’schen Belcanto gelten, die hochgesteckten Erwartungen erfüllen konnten? Und wie sie es taten! Insbesondere Khudoley überrascht mit ihrem breiten Spektrum an Partien und Stilwechseln immer mehr. Feierte sie doch in erster Linie als Salome, Abigaille, Walküre und – kürzlich an der Met – als Sieglinde große Erfolge.

Nun demonstrierte sie feinste Wendungen, Bellini’sche Abstufungen und fantasiereich variierte Koloraturen. Dass in St. Gallen die Regie praktisch ausgeblendet blieb und Solisten wie Chöre Konzertauftritte an der Rampe absolvierten, dürfte der Sängerin, die überdies im siebten Monat schwanger ist, gerade recht gewesen sein. Die Mezzosopranis­tin Gubanova, die in Paris als Emilia und Brangäne reüssierte und in diesem Jahr bei den Salzburger Festspielen debütieren wird, stand ihrer Partnerin in nichts nach. Niemand dürfte daran erinnert worden sein, dass Bellini mit der Rolle der Adalgisa eigentlich eine zweite Sopranpartie geschrieben hat. Die Duette von ...

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Opernwelt August 2005
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 54
von Hanspeter Renggli

Vergriffen
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