Zeitzeichen

Neue Arbeiten von Isabel Mundry, Brigitta Muntendorf und Georges Aperghis bei den Donaueschinger Musiktagen

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Man kann nicht behaupten, dass in Donaueschingen Musiktheater je eine zentrale Rolle spielte. Gewiss, immer wieder standen bei den Musiktagen auch szenische, performative, gar partizipatorische Formate auf dem Prüfstand, etwa als Alvin Curran 2006 in «Oh Brass On The Grass Alas» örtliche Musikvereine auf dem Grün vor einer Sporthalle «choreografierte». Doch blieben solche Experimente Randerscheinungen.

Das diesjährige – von Björn Gottstein, dem Künstlerischen Leiter, kuratierte Programm lässt, bei aller selbstverständlichen Heterogenität der Handschriften, eine interessante Beobachtung zu: Viele Komponisten und (immer noch zu wenige) Komponistinnen suchen Verbindungen zwischen der aktuellen politisch-gesellschaftlichen Realität und Interpreten herzustellen, die keineswegs auf ihr jeweiliges Instrument oder ihre Stimme reduziert werden. Isabel Mundry bildet da keine Ausnahme, sie nennt das «Strukturübertragung von lebensweltlicher Erfahrung in Musik». Was nicht unbedingt auf theatrale Klangaktionen hinausläuft. Und keineswegs garantiert, dass die Betroffenheit ob der Erschütterungen unserer Gegenwart musikalische Fantasie und Form beflügelt. «Mouhanad», der transkribierte Text eines ...

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Opernwelt Dezember 2018
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Alexander Dick

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