Mit Pizzi zu neuen Ufern?

Macerata, Sferisterio Opernfestival, Puccini: Turandot, Verdi: Aida, Mozart: Die Zauberflöte

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Krisen haben zuweilen ihr Produktives. Sie sind, wie die Chinesen zu sagen pflegen, «Gefahr» und «günstige Gelegenheit» zugleich. Eine solche Krise hat das Macerata Festival im letzten Herbst durchlebt. Nun ist es als «Sferisterio Opera Festival» wiedererstanden. Der neue Intendant heißt Pier Luigi Pizzi. Er folgt Katia Ricciarelli, die nach schweren Zerwürfnissen über riskante Programmierung und nackte Madonnen auf der Bühne nach nur zwei Saisons – wie man in Wien sagen würde – «gegangen wurde».
Im November stand die Zukunft des Festivals auf Messers Schneide.

Es gab massive finanzielle Probleme, und eine Zeit lang war unklar, ob das Festival 2006 überhaupt stattfinden würde. Bis sich Pizzi, der in Macerata zum ersten Mal 2004 («Hoffmanns Erzählungen») inszeniert hatte, dazu überreden ließ, zumindest für ein Jahr – inzwischen sogar bis 2008 – die künstlerische Leitung zu übernehmen und mit dem von ihm als «lächerlich» bezeichneten Budget von 3,7 Millionen Euro die diesjährige Saison zu bestreiten. Neben Mozarts «Zauberflöte» hat der fünfundsiebzigjährige Regisseur Puccinis «Turandot» selbst in Szene gesetzt, Verdis «Aida» aufgeführt und konzertante Nachmittage im kleinen Teatro ...

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Opernwelt September/Oktober 2006
Rubrik: Panorama, Seite 63
von Derek Weber

Vergriffen
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