Wie es im Innern steht...
«Unsereins steht da wie ein Vulkan, der von Zeit zu Zeit zeigt, wie es im Innern steht», vertraute Richard der Einzige seiner Gemahlin Cosima und diese ihren Tagebüchern an. Wie glutvoll Wagners Lebenslava sich als Musik manifestierte, sucht Jörg Handstein in seiner vom Bayerischen Rundfunk produzierten Hörbiografie zu verdeutlichen. In zehn Kapiteln wird das Leben des Komponisten als Wort-Ton-Collage vorgeführt, von der Leipziger Kindheit bis zum Tod in Venedig.
Dabei scheint sich Handstein auch an der Ironie von Ludwig Marcuses Buch «Das denkwürdige Leben des Richard Wagner» zu orientieren. Den ironischen Tonfall greift Udo Wachtveitl – breiteren Kreisen eher durch den Münchner «Tatort» bekannt – als kompetenter Cicerone mit Lust auf, unterstützt von zahlreichen Schauspielern, die teils als Charaktere aus Wagners Leben, teils als Kommentatoren die eingestreuten Zitatcollagen servieren. Götz Argus als sächselnde Stimme des Meisters gleitet gelegentlich ins allzu Parodistische ab. Handstein spitzt den autobiografischen Charakter von Wagners Musik pointiert zu, indem er Ereignisse aus dem Leben des Komponisten durch Schnipsel aus dessen Werken illustriert. Doch wirken diese manchmal ...
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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 22
von Gerhard Persché
Herr Mulders, worin bestehen die Chancen der Doppelintendanz?
Man kann beide Häuser programmatisch viel näher aneinander binden. Zur Eröffnung der Saison mit Verdis «Macbeth» spielen wir parallel in der Philharmonie Verdis Requiem. Zum «Werther» von Massenet führen wir die einzigen symphonischen Werke von Massenet auf. Das sind echte Raritäten. Kurzum: Wir können...
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