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Chemnitz | Strauss: Die schweigsame Frau

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Gleich zu Beginn glitzern Silber-Pennies bei den quicken Streichern: Das reiche Erbe des alten Admirals Morosus liegt in Chemnitz tatsächlich «im Keller», nämlich im Orchestergraben. Was Generalmusikdirektor Frank Beermann der Robert-Schumann-Philharmonie während der vorletzten Premiere der Spielzeit an verschmitztem Spielwitz entlockte, brachte das Publikum zum Schwärmen.

Rudolf Rischer hat für die «Schweigsame Frau» ein behagliches Wohlfühl-Bühnenbild gebaut.

Ein etwas angejahrter Admiralspalast wird dort von Haushälterin Theodosia Zimmerlein entstaubt (seit fast dreißig Jahren in Chemnitz engagiert: Monika Straube). Und die Regie (Gerd Heinz) plaudert fast zu viel aus: Alle Akteure sind immer sichtbar, sogar der Überraschungsbesuch wird schon entdeckt, bevor er überhaupt angeklopft hat. Das Licht führt, sehr geschickt, Holger Reinke: Er  schafft ein Gefühl für Zeit und Raum außerhalb der vom Hausherrn regierten Ruhezone.

Es sind die in Stefan Zweigs Libretto kunstvoll arrangierten Pointen, die immer wieder für Gekicher im Saal sorgen, weniger die etwas schwergängige Inszenierung. Es dauert ein bisschen, bis die Figuren ihre komischen Seiten offenbaren. Die linkischen ...

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Opernwelt Juni 2012
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Martin Morgenstern

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