Der Welt schwärzester Bass

Ehemalige Weggefährten erinnern sich an Gottlob Frick

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Er war ein Gigant der Opernbühne. Und doch hatte Gottlob Frick – so berichten fast alle, die ihn kannten – privat so gar nichts Gigantisches an sich. Er war ein liebenswert unkomplizierter, naturnaher Mensch. Da glich er eher dem gemütvoll-beschaulichen Stadinger, dem freundlich-humorigen Plumkett, dem lis­tigen Falstaff, während er, von Furtwängler als der Welt «schwärzester Bass» bezeichnet, auf der anderen Seite doch auch in der Lage war, sich mühelos auf solch abgründige Emotionen wie die eines fins-ter-diabolischen Kaspar oder (seine Para­departie) eines Hagen einzulassen.

Nicht zu vergessen den stimmlich ebenso monumentalen wie kultivierten Orato­riensänger und den hingebungsvollen Heger des volkstüm­lichen Liedgutes.
Eine gespaltene Persönlichkeit also? Im Gegenteil: ein in sich ruhender Mensch, als Künstler von phänomenaler Faszinationskraft. Die Erinnerung an ihn ist unverblasst bei denen, die ihn noch erlebt haben – sei es das bewundernde Publikum, sei es der Kreis der Kollegen, die mit ihm daran arbeiten durften, einer wie auch immer gearteten künstlerischen Wahrheit ein Stück näher zu kommen. Davon soll diese Dokumentation Zeugnis ablegen. Mitstreiter aus seinen ...

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Opernwelt Juli 2006
Rubrik: Retrospektive, Seite 68
von Gerhart Asche

Vergriffen
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