Dissonanzen im Märchenwald

Georges Aperghis’ «Rotkäppchen» schlägt am Freiburger Theater neue Töne an

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«Werkraum-Theaterlabor» steht an der Tür im Freiburger Theatercafé. Das klingt nach Experiment und nach Spannung. Hier, auf dieser kleinsten Bühne des Freiburger Theaters, ist in der letzten Spielzeit «Der unglaubliche Spotz» vom Verein «indieoper» uraufgeführt worden – ein Stück von Mike Svoboda und Manfred Weiß, das inzwischen auch in Stuttgart und Augsburg zu erleben war. Das «Werkraum-Theaterlabor» ist das Zentrum der umfangreichen Kinder- und Jugendarbeit, die mit der neuen Konzertpädagogin Katharina Mohr am Freiburger Theater weitere Impulse erhält.

Hier gibt es keine klare Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum – ganz nah sind die jungen Opernbesucher beim Geschehen mit dabei.
Georges Aperghis’ 1985 komponiertes Musiktheater «Rotkäppchen» ist keine leichte Kost. Das nach der Urfassung erzählte Märchen von Charles Perrault, bei der die Großmutter und Rotkäppchen im Bauch des Wolfes ihr Leben lassen, wird nicht kontinuierlich erzählt. Immer wieder werden Textelemente wiederholt und die Sprechrollen in stets neuen Konstellationen auf sechs Instrumentalisten verteilt. Die Spannung wird gebrochen, die Perspektiven wechseln.
Auch die Musik ist für die Kinder gewöhnungsbedürftig ...

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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Georg Rudiger

Vergriffen
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