Amüsante Rauchzeichen

Rushtons «Die fromme Helene» nach Wilhelm Busch in Hannover

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Das nennt man Gefühl für Timing. Dabei war Hannovers neuer Opernintendant Michael Klügl nur auf der Suche nach ­einem Opernstoff, der lokalspezifisch ist. Er kam auf Wilhelm Busch, der zwar kein Hannoveraner war, aber zumindest in der näheren Umgebung geboren wurde und auch nicht so sehr weit entfernt gestorben ist und im örtlichen Wilhelm-Busch-Museum ein künstlerisches Zuhause gefunden hat. Klügl nahm eine der berühmtesten Bildergeschichten Buschs ins Visier: «Die fromme Helene».

Und er wählte mit dem jungen Briten Edward Rushton einen Komponisten, der auf einen doppelbödigen Text eine abgründige Musik schreiben kann (wa­rum Engländern der musikalische Humor näher liegt als vielen anderen, wäre eine ganz eigene Geschichte).

Was Klügl bei seinem Plan nicht wuss­te: Nicht nur rund um Hannover wird das Jahr 2007 zum Wilhelm-Busch-Jahr erklärt, weil Buschs Geburtstag zum 175. Mal wiederkehrt. Nun bildete die Uraufführung der «Frommen Helene» den Auftakt der Ehrungen – und legte die Messlatte hoch. Wenn alles, was folgt, den etwas verqueren Witz dieser Auftragsarbeit hat, dann darf man sich freuen.

Dagny Gioulami, die Frau des Komponisten, hat die Geschichte eines frechen Görs, das nach ...

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Opernwelt April 2007
Rubrik: Magazin, Seite 30
von Rainer Wagner

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