So geht es auch!

Das Schweizer Label Relief geht vorbildlich mit historischem Material um

Opernwelt - Logo

Der Boom historischer Opernaufnahmen hat in den letzten Jahren zu einer Inflation auf dem Billigpreissektor geführt. Bedenkenlos und unbesehen (bzw. ungehört) wurde alles auf CD gepresst, was älter als fünfzig Jahre und mithin nicht mehr lizenzpflichtig war. Dabei kamen durchaus einige Fundstücke ans Licht, aber daneben auch viel Ramsch, oft aus dubiosen Quellen dritter Hand stammend, der unabhängig vom klanglichen Zustand 1 : 1 kopiert und mit mageren und fehlerhaften Booklets versehen auf den Markt geworfen wurde.


Dass es auch ganz anders geht, zeigt das kleine Label Relief der Schweizer Firma Sonimex, dessen bisherige Publikationen aus dem Überangebot durch gründliche Aufarbeitung und sorgfältige Präsentation hervorstechen. Wo es geht, werden in Zusammenarbeit mit den produzierenden Sendern die originalen Bänder verwendet und technisch überarbeitet. Besondere Liebe wird auch auf die Beihefte verwendet, die sachkundige Informationen zu den Werken, den Künstlern, den Entstehungsbedingungen und den vorgenommenen technischen Maßnahmen sowie Privat- und Szenenfotos der beteiligten Sänger enthalten. In dieser Hinsicht steht die Firma im deutschsprachigen Raum einzigartig da und ist nur ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Mai 2007
Rubrik: CDs, Seite 63
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
Weitere Beiträge
Auf dem Prüfstand

Helsinki, Mitte März. Über der neuen, 1993 eröffneten Ooppera, dem lichtdurchfluteten Gebäude der Finnischen Nationaloper, strahlt die Frühlingssonne. Draußen, durch die verglaste Ostfassade gut sichtbar, glitzert der noch ver­eiste Töölö-See. Zwei Stunden vor der Premiere sieht man oben im Rangfoyer lauter heitere Gesichter. Aulis Sallinen, dessen 1978 im alten...

Wo man singt, da lass dich nieder

Die Edition Günter Hänssler hat mit ihrer Sammlung historischer Aufnahmen der Staatskapelle Dresden, in der die Oper eine wichtige Nebenrolle spielt, neue Standards gesetzt und nun mit der 16. und 19. Folge wahrhafte Schatzgräberarbeit geleistet: Die komplette «Katja Kabanova» von 1949 und der Querschnitt von Dvoráks «Der Jakobiner» sind zuvor noch nie...

Rückkehr und Himmelfahrt

«Ein Werk ohne Damen», sagt die Dame. Doch bei «Billy Budd», der Männeroper, drehte sich alles um eine Frau. Und um die Frage: Stehen die Hamburger nach dem Reinfall der «Frau ohne Schatten» zu ihrer Pult-Primadonna Simone Young – oder nicht?!
Nun, sie blieben sitzen. Am Ende sogar milder Wind wiedererwachender Zuneigung. Wie viel dunkle Farben, Wärme und Weite...