Editorial

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Ach ja, das hätten wir beinahe vergessen: Die Deutsche Phono-Akademie hat mal wieder so richtig gefeiert. Sich selbst. Aber natürlich auch jede Menge «Stars». Und solche, die das noch werden sollen. Dreimal dürfen Sie raten, welche Sängerin bei der Echo Klassik-Gala am 9. Oktober im Berliner Konzerthaus ganz oben landete. Na? Na? Richtig: Anna Netrebko. Und wer hat wohl bei den Tenören das Rennen gemacht? Jonas Kaufmann. Und Andrea Bocelli. Insgesamt verzeichnet die aktuelle Hitliste 57 Siegernamen.

Wobei die Verteilung der Trophäen ziemlich genau den Marktanteilen der Plattenfirmen entspricht (Stand: 2015): Universal (33,5 Prozent), Sony (22,6 Prozent) und Warner (17,1 Prozent) fuhren 32 Titel ein, der Rest ging an Label, die in der Statistik unter dem Rubrum «Sonstige» geführt werden (26,8 Prozent). Was da, von Thomas Gottschalk moderiert und mit Promis wie Barbara Schöneberger («Blondes Gift») oder Boxkanone Henry Maske garniert, in der 23. Auflage veranstaltet wurde, ist vor allem eine große Werbe-Show – wogegen ja auch nichts einzuwenden ist.

Kritisch wird die Sache allerdings, wenn sich der vom Bundesverband der Musikindustrie nach Kräften geförderte Eindruck ...

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Opernwelt November 2016
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Wiebke Roloff & Albrecht Thiemann

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