Bunter Spaß

Frankfurt | Chabrier: L’Étoile

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Es gehört zu den Unverständlichkeiten des Opernbetriebs, dass ein dramaturgisch so gut gebautes und musikalisch so brillantes Werk wie Emmanuel Chabriers Opéra bouffe «L’Étoile» bis vor Kurzem gänzlich vergessen war. Nach Genf, Berlin und Bielefeld hat nun auch die entdeckungsfreudige Oper Frankfurt das Stück rehabilitiert. Man hat keinen Aufwand gescheut, die verdienstvolle kritische Neuausgabe von Hugh Macdonald gespielt und ein Team zusammengebracht, das den Besonderheiten wie den Qualitäten von Chabriers musikalischem «Stern» in jeder Hinsicht gerecht wurde.



Regisseur David Alden und Ausstatter Gideon Davey versetzen die grotesk-komische Handlung um König Ouf I., den Straßenhändler Lazuli und die Prinzessin Laoula in eine popbunte Bilderwelt, würzen sie mit Anleihen bei Comedy, Revue und Show, lösen die Aktionen immer wieder in tänzerisch choreografierte Szenen auf und bleiben doch stets ganz nah an den von Chabrier mit leichter Hand modellierten Figurentypen des Boulevardtheaters. Da erinnert gleich eingangs der schwarz kostümierte Herrenchor an Mafiosi, tritt Ouf inkognito als Straßenarbeiter mit Kickboard auf, katapultiert die Unterbühne den schwergewichtigen Hofastrologen ...

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Opernwelt November 2011
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Uwe Schweikert

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