Was kommt... Dezember 2018
Mark Padmore
Seine Vielseitigkeit ist Legende. Wer den britischen Tenor in der vergangenen Saison als Artist in residence bei den Berliner Philharmonikern erlebte, konnte sich davon überzeugen. Padmore beeindruckte sowohl als Oratoriensänger bei Haydn und Schumann als auch mit Interpretationen zeitgenössischer Liedzyklen. Vom Lied kommt er, zum Lied zieht es ihn regelmäßig zurück. Auch das Dirigieren hat der Künstler für sich entdeckt.
Höchste Zeit für ein Gespräch
Sarah Maria Sun
Bemerkenswert, diese Zahl: Schon mehr als 300 Uraufführungen hat die Spezialistin für zeitgenössische Musik bestritten. Grund genug, einmal nachzufragen, wie das geht
Diana Damrau
Ihr Debüt als Titelheldin in Donizettis «Maria Stuarda» war der Hammer. Jetzt verkörpert die Sopranistin an der Met Verdis Violetta Valery. Wir hören hin
György Kurtág
Er liebt die leisen, die behutsamen, bedächtigen Worte. Als Mensch wie als Künstler. Und lange hat er mit einem Stoff gerungen, der ihm so sehr am Herzen lag, dass er ihn immer wieder überarbeitete. Jetzt, endlich, kommt an der Mailänder Scala seine Vertonung von Becketts «Fin de partie» heraus, mit Markus Stenz am Pult. Wir sind dabei
OPERNWELT 01/2019 ...
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Opernwelt Dezember 2018
Rubrik: Service, Seite 72
von Red.
Die Choreografin Pina Bausch ist lange nach dem Ende ihrer Karriere als Tänzerin noch zweimal als Schauspielerin aufgetreten: in Boris Blachers Gombrowicz-Oper «Yvonne, Prinzessin von Burgund» als stumme Titelfigur, in Fellinis «Schiff der Träume» als blinde Prinzessin. Die Lautlose kann sich nicht mitteilen; zum Nicht-Sehen-Können gehören die Hilflosigkeit wie das...
Natürlich dürfen wir uns Schumanns Faust nicht leibhaftig vorstellen. Als Grübler mit gebeugtem Kopf, zerfurchter Stirn, in fadenscheiniger Kluft. Auch Gretchen ist bei ihm nicht eine Verführte aus Fleisch und Blut, so wenig wie Mephisto ein hölleneifrig-zynischer Tatmensch, der ihren und manch anderen Fall einfädelt. In den Bruchstücken, die Schumann für sein...
Mit seiner ersten Oper «Benvenuto Cellini», die 1838 an der Pariser Opéra herauskam, hatte Hector Berlioz wenig Glück. Dramaturgische Schwächen und musikalische Längen standen einem Publikumserfolg im Wege. Auch spätere Überarbeitungen (etwa für Franz Liszt in Weimar) hatten nicht die gewünschte Wirkung. Erst in den 1960er-Jahren, als Nicolai Gedda den wie für...
