Aus der Vogelwarte
Nicht zuletzt in zwei Kurzopern über die Macht der Musik sollten bei den Bregenzer Festspielen auch Kinder und Familien auf ihre Kosten kommen. Mark Down, in der «Zauberflöte» auf der Seebühne für das Puppenspiel verantwortlich (siehe OW 9-10/2014), inszenierte zum ersten Mal eigenhändig – und schuf für die Märchenfiguren in Strawinskys «Le Rossignol» mit einfachen Mitteln ein chinesisch inspiriertes, kubistisches Illusionstheater.
Kathryn Lewek verkörperte die Nachtigall mit anmutiger Körpersprache und silberhellen Koloraturen, während das übrige Sängerensemble von der Rampe aus agierte. Das Ergebnis: zauberhaft – doch eigentlich durch und durch erwachsen.
Noch weniger eine «Kinderoper»: die szenische Erstaufführung von Simon Laks’ 1965 komponierter Oper «L’Hirondelle inattendue», prächtig umgesetzt in der Regie von Gerald Stollwitzer und den in Grün- und Brauntönen schwelgenden Kostümen von Claudia Raab. Der scheidende Intendant David Pountney setzte damit die Reihe von Erst- und Uraufführungen polnisch-jüdischer Komponisten fort. Unter Gérard Korsten brachte das Symphonieorchester Vorarlberg Laks’ ungemein farbige Orchestersprache mit sattem Klang zur Geltung. Der spielfreudige ...
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Opernwelt November 2014
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Katharina von Glasenap
Der Menschenstrom schiebt sich voran, drückt sich durch die Durchfahrt auf das Parkdeck der Deutschen Oper. Flutet wieder auseinander, verteilt sich auf den kargen Holzbänken. Links im Halbdunkel die Rückwand des Verwaltungstrakts, der Bühnenturm, rechts gähnen höhlengleich leere Stellplätze. Vorn das Kulissenmagazin mit den riesigen Stahltoren. Ein breiter Gang,...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theater-aachen.de
– West Side Story: 2., 15., 22., 29.
– Verdi, Luisa Miller: 9. (P), 14., 30.11.; 11., 20., 28.12.; 24.1.; 4., 13.,...
Herr Trinks, bevor Sie einem größeren Publikum bekannt wurden, haben Sie den langen Marsch durch einige Kleinstädte hinter sich gebracht. Wie viele junge Dirigenten tun das heute?
Mein Weg war der des klassischen deutschen Kapellmeisters. Diesen Weg schlagen immer noch viele junge Dirigenten ein. Sie fangen als Korrepetitoren an – sofern sie Klavier spielen...
