Psychodrama und Pathos

Webers «Freischütz»in einer Dresdner Aufnahme von 1951, Wagner-Fundstücke aus den frühen Nachkriegsjahren

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Dresden hat in der Aufführungsgeschichte von Webers «Freischütz» von Anfang an eine bedeutende Rolle gespielt. Zwar fand die Uraufführung der Oper 1821 in Berlin statt, doch die Dresdner Premiere am 26. Januar 1822 stand unter der Gesamtleitung des Komponisten und war damit gleichsam autorisiert. Die 1000. Vorstellung des Werks wurde am 21. Oktober 1951 gefeiert. Die Inszenierung von Paul Hager war zwei Jahre zuvor herausgekommen, und der beträchtliche Erfolg dieser Produktion veranlasste den MDR, sie unter Studiobedingungen komplett aufzunehmen.

Auf Initiative des Dirigenten Hermann Scherchen experimentierte man damals bei diesem Sender mit der Stereofonie. Zwar besaß man dafür eigentlich noch gar nicht die technischen Voraussetzungen (das war erst zwölf Jahre später so weit), doch auch die simulierte Stereotechnik verfehlte ihre Wirkung nicht und wurde als Pionierleistung bewundert. Das Label «Profil» hat dieses bemerkenswerte Tondokument, das in selten geglückter Synthese die Dramatik eines Opernabends mit gediegener Hörspielkultur verbindet, jetzt neu zugänglich gemacht.

Von der Dresdner Staatskapelle darf man hier noch nicht die orchestrale Brillanz der späteren Aufnahme (1973) ...

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Opernwelt Dezember 2012
Rubrik: Medien, Seite 30
von Ekkehard Pluta

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