Fürs Erste gerettet
So intim, so bewegend kann Oper sein: Unmittelbar vor den Zuschauern öffnet sich das sandgelbe Halbrund einer Arena, das Orchester verschwindet nicht im Graben, sondern ist auf dem Rang positioniert. Der Klang fließt ungehindert in den Saal; Publikum, Sänger und Musiker schließen sich zusammen in einem innigen Kunstgehäuse. In der Bühne am Park, dem kleinen, hypermodernen Experimentierhaus des Theaters Gera, hat Regisseurin Sabine Schramm eine ideale Form gefunden, um eine Trouvaille aufzuführen: Haydns «Feuersbrunst».
Wiederentdeckt 1935 bei einem Pariser Antiquar, ist sie eines der wenigen erhaltenen Stücke für Marionetten-Theater, die Haydn auf Schloss Esterháza geschrieben hat. Zwei Stränge – Liebe und Geld – prägen die Geschichte: Hanswurst (Kai Wefer) ist mit der schönen Colombine (Katie Bolding) zusammen, aber die liebt ihn nur, solange sie keinen Schöneren findet. Freund Steckel (Alexander Voigt) muss unterdessen zusehen, wie er das Haus seines verstorbenen, hochverschuldeten Vaters – das in der titelgebenden Feuersbrunst abbrennen wird – vom Gutsverwalter Odoardo (Johannes Beck) wiederbekommt.
Einfach nur Marionetten tanzen und dazu aus dem Off singen zu lassen, wie man ...
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Opernwelt Mai 2013
Rubrik: Magazin, Seite 80
von Udo Badelt
Linz
feiert mit der Eröffnung seines neuen Musiktheaters ein kulturelles Großereignis. 1200 Zuschauern bietet der Große Saal Platz, 32 Meter Durchmesser hat die Drehbühne. Eröffnet wird, unter anderem, mit einer Uraufführung: Philip Glass hat sich mit Peter Handkes «Spuren der Verirrten» beschäftigt.
«Eugen Onegin»
Peter Tschaikowskys Puschkin-Oper erlebt derzeit...
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