Spätes Debüt

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Er kann nicht fassen, was um ihn herum geschieht. In Anna Viebrocks plastikmöbliertem, viel zu großem Vergnügungszelt. In Christoph Marthalers drückend geschäftiger Verlierergesellschaft, die nun wieder auf der Riesenbühne der Bastille Schicksal spielt. Zum ersten Mal seit 2008, als Gerard Mortier, damals noch Intendant der Pariser Opéra, diesen «Wozzeck» auf den Weg brachte (OW 5/2008). Nun, im April 2017, ist Johannes Martin Kränzle die traurig irrende Gestalt aus Bergs Musikdrama.

Ein Getriebener, halb Kellner, halb Kapo, mit scheuer, verzweifelter, latent aggressiv bebender Stimme. Endlich kann Kränzle sich erstmals in jene Herzensrolle versenken, die er schon vor einem Jahr in Frankfurt singen wollte, wegen einer schweren Erkrankung aber absagen musste (OW 1/2017). Und hält sogar das jugendliche, mäßig opernaffine Publikum der Avant Première bis zum letzten, vom Mord an Marie (Gun-Brit Barkmin) blutenden Ton in Bann. Ein Triumph.   

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Opernwelt Juni 2017
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Albrecht Thiemann

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Spielpläne Ausland Juni 2017

Argentinien

Buenos Aires
Teatro Colón

Tel. +54-1-382 23 89
www.teatrocolon.org.ar
– Giulio Cesare in Egitto: 6., 9., 11., 13.

Buenos Aires Lírica
Tel. +54-11-48 12 63 69
www.balirica.org.ar
– La scala di seta: 12., 19., 26.

Australien

Brisbane
Opera Queensland

Tel. +61-7-38 44 77 90
www.operaq.com.au
– Les pêcheurs de perles: 1., 3.

Sydney
Opera Australia

Tel. +61-2-931 88...

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