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Es gibt Dinge, die kann es einfach nicht, das gute, alte Buch – das zeigt die neue «Mozart-Libretti Online Edition» der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg und des Packard Humanities Insitute (dme.mozarteum.at/libretti-edition). Hier finden sich die Libretti zu bisher sechs Opern, ihre Quellen und Vorlagen, historisch-kritisch aufbereitet – transparent, übersichtlich, kostenlos.

Was unterscheidet das von Mozart vertonte Libretto zu «Lucio Silla» von der Fassung, die Johann Christian Bach verwendete? Ein Klick, und inhaltsrelevante Differenzen erscheinen blau markiert. Wie steht der italienische «Figaro»-Text zu Beaumarchais’ Vorlage? Wie zum Erstdruck des deutschen Librettos? Kein Problem: Man kann alle drei vergleichend lesen. Bei «Ascanio in Alba» hapert’s mit dem Klanggedächtnis? Aber bitte – dank der Verknüpfung mit der Neuen Mozart Ausgabe springt ein Fenster mit der Partitur auf, und, wo’s das Urheberrecht erlaubt, die Tonspur an. So macht die Arbeit richtig Spaß.   

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Opernwelt Juni 2014
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Wiebke Roloff

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