Schad is'...

Die Festspiele Andechs zerbrechen am Streit mit der Orff-Stiftung – und verabschieden sich mit «Astutuli»

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Dieser Geist durchwehte ja nicht nur Cosimas Bayreuth. Ein Eishauch, der das Werk einfrieren lässt, das doch nie nur Niederschrift ist, sondern dank sich immer weiterentwickelnde Realisierungen als Gegenwart existieren muss. Veränderungen, andere Sichtweisen – alles Teufelszeug. Wagner, Brecht, lange ließe sich die Reihe der Schöpfer und ihrer orthodoxen Gralshüter fortsetzen, bis hin zu Carl Orff. Ausgerechnet auf dem Andechser «Heiligen Berg», wo er in der Klosterkirche begraben liegt, ist nun sein Festival zerbrochen.



Seit 1998 wurden hoch über dem Ammersee Festspiele gegeben. Zunächst unter der Leitung von Hellmuth Matiasek, dann unter der von Marcus Everding. Letzterem wurde dieses Jahr die Gunst der Geldgeber endgültig entzogen. Dass die Werke «nicht aus der Partitur heraus inszeniert wurden», dazu die «Nichtbeachtung der musikalischen Vorschriften», all das stieß der Orff-Stiftung auf. Wort- und Briefwechsel brachten keine Annäherung, eine besondere, nicht unbedingt rühmliche Rolle spielte dabei der Stiftungsvorsitzende. Komponist Wilfried Hiller will seinem Lehrer «auf dem Totenbett» das Wachen übers Œuvre versprochen haben. Irgendwann hatte das Kloster, Hausherr und ...

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Opernwelt August 2015
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Markus Thiel

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