Wichtige SängerInnen und Aufführungen des Jahres
Wichtige Sängerinnen und Sänger der Saison
Christian Gerhaher spricht singend und singt sprechend. Auf der Bühne nimmt er sich selbst gern zurück, scheint sich vollkommen mit Text und Tönen zu identifizieren. Vielleicht ist das der Grund, warum er so überzeugend erzählen, so natürlich bleiben kann. Natürlichkeit war eine Forderung Debussys an den Vortrag – und Gerhaher erwies sich in Frankfurt als idealer Pelléas.
Ana Durlovski, die «Nachwuchssängerin des Jahres 2012», machte auch in der vergangenen Saison auf sich aufmerksam – als überraschend ernsthafte Zerbinetta mit atemraubend sicheren Koloraturen in der Stuttgarter «Ariadne auf Naxos», aber auch als kurzfristig einspringende Königin der Nacht in der Baden-Badener «Zauberflöte».
Lange hat Maria Callas das Rollenbild von Bellinis Norma geprägt. Cecilia Bartoli hat dem jetzt ein eigenes entgegengesetzt – mit aufwändiger Recherche, langer Vorbereitung und zwar kleinem, aber dafür umso beweglicherem Mezzo. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen sang sie die Partie erstmals szenisch, parallel erschien bei Decca die Einspielung der «Norma» mit dem Orchestra La Scintilla unter Giovanni Antonini. Die Aufnahme wurde zur «CD des Jahres ...
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Opernwelt Jahrbuch 2013
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 102
von
Eine aufregende und in sich vielfältige Spielzeit war das. Was sie von anderen unterscheidet ist, dass sich die Kritikervoten unserer Umfrage bei einigen zentralen Aufführungen verdichten. Es sind Aufführungen, die über sich hinausweisen und in verschiedenen Rubriken genannt werden. Mit anderen Worten: Wo in der Oper und für die Oper Kräfte gebündelt werden,...
Hier arbeitet sie am liebsten, in ihrer Altbauwohnung im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Das Atelier: ein heller Raum mit Dielenboden. Links hohe Bücherregale, rechts ein Sofa, in der Ecke eine Tafel mit den aktuellen Entwürfen. Das Zentrum des Raums aber bildet der lange Tisch unter den großen Fenstern. Bis auf die Kästen mit Arbeitsutensilien an der Seite ist...
Jahrzehntelang hatte das Nationaltheater Mannheim ein klar umrissenes, man könnte auch sagen: ein eng umgrenztes, trotzdem weit ausstrahlendes Profil. Mannheim war die Stadt eines gediegen gepflegten Wagner-Kults. Weniger wegen szenischer Neuerungen als wegen der musikalischen Stabilität. Horst Stein, ab 1963 für sieben Jahre Musikchef, nannte Bayreuth gern den...
