Mörder, Hoffnung der Frauen
«I bin a ringlgschbüübsizza und hob scho sim weiwa daschlogn..» (Ich bin ein Ringenspielbesitzer und habe schon sieben Weiber erschlagen), prahlt H. C. Artmanns «Blauboad» vom Wiener Praterstern. Doch der traditionelle Frauenmörder hat ausgespielt, die Männer haben ihre Deutungshoheit über den Stoff verloren. Bereits 1907 – in einer Zeit, da das Frauenwahlrecht in vielen Ländern noch in den Sternen stand – forderte Paul Dukas mit «Ariane et Barbe-bleue» die Gleichberechtigung der Geschlechter.
Zugleich beschreibt diese Oper geradezu prophetisch, warum Letztere bis heute nicht vollständig durchgesetzt werden konnte: Die von Ariane befreiten Frauen entscheiden sich gegen ein eigenständiges Leben in Freiheit. Sie wollen bleiben – trotz der manifesten Gefahr neuerlicher Unterdrückung. Ob es Mitleid mit dem von den Bauern verprügelten Tyrannen ist oder einfach die Bequemlichkeit, Entscheidungen einem anderen, vermeintlich «Stärkeren» zu überlassen, bleibt offen. Auf diese Perspektive hin schien auch Claus Guths Zürcher Inszenierung von 2005 angelegt, die nun als Dokumentation einer Aufführung in Barcelona auf DVD vorliegt. Denn die in den Kellerverliesen eingesperrten Frauen erweisen ...
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Opernwelt Juni 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Gerhard Persché
Seit Christoph Meyer 2009 die Leitung übernommen hat, ist es still geworden um die Rheinoper. Man produzierte gediegene Kulinarik, überregionaler Glanz ging ausschließlich vom Ballett unter dessen genialem Chef Martin Schläpfer aus. Zum Wagner-Jahr zeigte das einst als «Bayreuth am Rhein» geltende Haus bislang eine zahnlose Uraufführung von Helmut Oehring. Jetzt...
Bei Premierendaten Angabe der Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
> Dvorák, Requiem (Beaujean): 1.
> Simon Boccanegra: 2. (N.)
> Rossini, Il barbiere di Siviglia:...
Frau Schellenberger, Sie galten als Überraschungssiegerin bei der Nachfolge für Mörbisch. In Österreich raunt man sich boshaft zu, Sie hätten ein Mitglied der Findungskommission besser gekannt als andere. Was ist da dran?
Unterstellungen dieser Art kamen nur aus einer einzigen Richtung, von jemandem, der es nicht geworden war. Ich wurde einstimmig von den...
