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Opernwelt September/Oktober 2006
Rubrik: Service, Seite 54
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Weitere Beiträge
Windei: Brandauers «Dreigroschenoper» in Berlin

Es hatte der ganz große Wurf sein sollen. «Brandauer inszeniert Brecht & Weill», tönte die PR-Maschine schon Monate, bevor das Ereignis im nach langem Leerstand wieder halbwegs bespielbar gemachten Berliner Admiralspalast, dem ehemaligen Metropol-Theater, dann end­lich stieg. Ein Star-Mime («Never Say Never Again», «Mephisto») kümmert sich, pünktlich zum...

Zeitgenössisch und archaisch

Nach der Pause tritt der Krieger Unferth an, um mit dem Monster Grendel die Kräfte zu messen, auf Sieg oder Untergang. Doch statt zu kämpfen, singt der Mann von Hoffnungen und Frustrationen eines Helden. Seine Arie ist ein, wenn man so will, «lyrischer» und emotionaler Höhepunkt in Elliot Goldenthals solide gebauter neuer Oper – und sie bleibt das auch, trotz...

Kurt Moll hört auf

Er war nicht nur der größte unter allen ­lebenden Bassisten, sondern zweifellos ein Jahrhundert­sänger: Kurt Moll. Jetzt verabschiedete er sich als Nacht­wächter in den «Meistersingern» von der Bühne: jener Partie, mit der er 1968 in Bay­reuth debütiert und mit der seine internationale Karriere begonnen hatte. Dirigent war damals nämlich Karl Böhm, der sich sofort...