Sachdienlich

Bryars: Marilyn Forever
Wien | Volksoper

Opernwelt - Logo

Mancher Mann wäre wohl gerne jener Luftstrom aus einem New Yorker Subway-Schacht Ecke Lexington Avenue und East 52nd Street, der die Schenkel der hinreißenden Platin-Blondine umkost und das weiße Kleid sich aufreizend bauschen lässt – überschäumenden élan vital und erotisches Versprechen suggerierend. Das Foto, als Wand- und Spind-Schmuck weltweit geliebt wie in Deutschland sonst nur noch Dürers «Hase», prägte entscheidend das Image von Marilyn Monroe.

Freilich war das alles, wie man weiß – inklusive des breiten «Cheese», des scheinbar unbezähmbaren Lachens – nichts als Pose. Denn die Monroe blieb trotz ihrer vielen Beziehungen letztlich auch im Leben so einsam, wie man sie am Morgen des 5. August 1962 fand. Tot, gestorben angeblich an einer Überdosis von Barbituraten, was freilich bis heute in Zweifel gezogen wird. Mord steht in den Mutmaßungen über Marilyns Tod im Raum. Genannt werden in diesem Zusammenhang die Namen der Brüder Kennedy, auch jene einiger Mafiosi.

Das erwähnte Foto, nachgestellt mit der beflissenen Marilyn-Darstellerin Rebecca Nelsen im aufgeblähten Weißen, dient auch als Werbesignal für die Europäische Erstaufführung von Gavin Bryars’ Kammeroper «Marilyn ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juni 2018
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Gerhard Persché

Weitere Beiträge
Wischen und Scrollen

Zuerst ist alles wie immer im Wuppertaler Opernhaus. Der Nierentisch-Charme im Foyer bezaubert durch seine Sterilität, der Sekt ist süß und das Foyer-Team freundlich – nur dass sich diesmal einige junge Leute in schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift «Support Team» untergemischt haben. Unterstützung beim Klettern, Mitspielen, Singen? So viel wird vom Publikum nicht...

Gedankenspiele

Für sein neuestes Musiktheaterwerk hat Sidney Corbett auf ein nicht realisiertes Projekt Pier Paolo Pasolinis zurückgegriffen. Wie in seinem erfolgreichen Film «Das 1. Evangelium – Matthäus», in dem Pasolini Jesus als kompromisslosen Prediger mit sozialrevolutionären Zügen darstellt, wollte er auch Paulus, die Zentralfigur im Übergang vom Urchristentum zur...

Impressum Juni 2018

59. Jahrgang, Nr 6
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin

ISSN     0030-3690
Best.-Nr.     752312

Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.der-theaterverlag.de/opernwelt



Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)

Redaktionsbüro
Andrea Kaiser...