Spanisches Allerlei
Als im Juli unter den Augen des spanischen Königspaares das Teatro Auditorio in San Lorenzo del Escorial nahe Madrid eröffnet wurde, konnte man kaum von einem Routinevorgang sprechen. Der Bau stellt die ambitionierteste Erweiterung der kulturellen Infrastruktur in der spanischen Hauptstadtregion seit langer Zeit dar. Musiktheater, Konzerte, Tanz werden das Programm prägen. Und: Architektur wie Angebot sollen sich möglichst harmonisch in ein Umfeld einfügen, das zu den bedeutendsten historischen Stätten der spanischen Kultur zählt.
Mit einer Nutzfläche von 25 400 Quadratmetern ist der Komplex üppig dimensioniert. Unter anderem umfasst er zwei große Säle – die Sala Principal mit 1200 Plätzen (nur das Madrider Teatro Real ist größer) sowie eine Kammerbühne, die Sala de Cámara, für dreihundert Zuschauer. Die Kosten für die nun nach fünf Jahren abgeschlossenen Baumaßnahmen beliefen sich auf 65 Millionen Euro.
Einen Vorgeschmack auf das angestrebte künstlerische Niveau in dem von Estudio Picado-De Blas Arquitectos entworfenen Theater bot ein Inaugurationsfestival, dessen musikalisches Spektrum von Monteverdis Madrigalen (interpretiert von Concerto Italiano unter Rinaldo Alessandrini) ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Herr Richter, wenn Sie die zurückliegenden zehn Jahre als Intendant der Deutschen Oper am Rhein Revue passieren lassen – was fällt Ihnen spontan zu den Stichworten «größtes Glück» und «größtes Ärgernis» ein?
Das größte Glück für mich war, dass es mir gelungen ist, wieder ein großartiges Ensemble aufzubauen. Das bedeutet heute etwas völlig anderes als zu der viel...
Das Werk hat es, ohne Wenn und Aber, verdient, aufgeführt zu werden, nach doch recht langer Zeit der ungerechten Behandlung. 1920 unter dem Titel «Die Vögel» (nach der gleichnamigen Komödie des Aristophanes) in der Musikwelt erschienen, wurde Walter Braunfels‘ spätromantische Allegorie auf die Möglichkeiten einer besseren, humaneren Welt nach nur wenigen...
Es war in den Sechzigern des vergangenen Jahrhunderts, als man den Eindruck bekommen musste, Armin Jordan habe sich als eine Art Schweizer Alldirigent etabliert. Anfänge in Biel-Solothurn, ein halbes Jahrzehnt am Zürcher Opernhaus, ein paar St. Gallener Spielzeiten – all das zum Teil auch gleichzeitig –, und dann, 1971, Basel, Opernchef für achtzehn fruchtbare und...
