Von Träumen und Traumata

Zum Weber-Jahr 2006 wagt die Sächsische Staatsoper die selten gespielte «Euryanthe»

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Von einer Pendlerpauschale ist nichts be­kannt. Weber ging den Weg zum Arbeitsplatz zu Fuß: fünfzehn Kilometer die Elbe abwärts. Ein kleiner, schmäch­tiger, lungenkranker, leicht hinkender junger Mann am Stock. Erst später leis­tete er sich einen Wagen, um von seinem Sommerwohnsitz Hos­terwitz nach Dresden zu fahren, wo er das neugegründete deutsche Departement der Hofoper aufzubauen hatte. In Dresden fand Weber nicht nur seinen Lebensmittelpunkt, sondern auch die innere Balance, die er brauchte, um komponieren zu können.

Von Hosterwitz suchte er gern die damals noch ganz unerschlossene Sächsische Schweiz auf, ohne die die Wolfsschlucht im «Frei­­­schütz» undenkbar ist. Oder die Keppmühle, wo er die «Aufforderung zum Tanz» erstmals vorführte. «Ich lebe in herrlicher Natur, die es mir erlaubt, einmal ganz mir selbst und meinem ­inneren Treiben zu leben», heißt es in ­einem Brief vom Juli 1818. Das alte Winzerhaus ist heute renoviert und gehört als Außenstelle zum Dresdner Stadtmuseum. Es bietet eine eigene Konzertreihe, viele Faksimiles und Webers Familie in Öl. Man sieht das Arbeitszimmer, Webers Stimmgabel, seinen Taktstock, mit dem er, als erster Dirigent überhaupt, versuchte, ...

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Opernwelt April 2006
Rubrik: Im Focus, Seite 6
von Stephan Mösch

Vergriffen
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