Herkulesaufgabe
Der Einstand des neuen Kölner Intendanten Uwe Eric Laufenberg mit Wagners «Meistersingern» war mit Hochspannung erwartet worden. Der neue Mann hat eine wahre Herkulesaufgabe zu bewältigen: Das kulturpolitisch heruntergewirtschaftete Haus, das seit Günter Krämers unrühmlichem Abgang 2002 mit
Interimsintendanten und sonstigen Zwischenlösungen auskommen musste, braucht ein neues, klares Profil, und es muss sein inzwischen arg dezimiertes Publikum wiedergewinnen.
Viel Zeit bleibt dafür nicht: Schon 2010 soll die Sanierung des maroden Opernhauses beginnen, die den gesamten Betrieb in eine Ausweichspielstätte im Vorort Mülheim verbannt. Doch ob die Bauarbeiten pünktlich beginnen werden, ob das Provisorium tatsächlich, wie geplant, 2013 wieder aufgegeben werden kann: All das steht nach neuesten Wortmeldungen aus der Stadtverwaltung wieder in Frage. In jedem Fall sieht die Kölner Oper sehr schwierigen Zeiten entgegen: Umso höher sind der Elan und der hoffnungsfrohe Optimismus zu schätzen, mit dem Laufenberg ans Werk geht und der auch seine «Meistersinger»-Inszenierung nachdrücklich prägt.
Ganz zu Anfang ist die Bühne völlig leer, mit Beginn des Vorspiels fällt erst einmal der Vorhang, und ...
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