Peinlich

Leipzig, Wagner: Rienzi

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Wer bis vor Kurzem die Leipziger Oper besuchen wollte, stand vor verschlossenen Türen. Nicht theatrale Heroen und musikalische Helden, sondern solide Handwerker und künstlerisch begabte Innenausstatter brachten das Haus auf Trab (Kosten: 9,3 Millionen Euro). Jetzt erstrahlt es in neuem Glanz, mit aufgehübschten Wand­fliesen aus feinstem Meißner Porzellan, hellerer Farbe und mehr Beinfreiheit im Zuschauerraum sowie – auch das tat dringend Not – sanierten Toiletten. Wochen vor der festlichen Einweihung gab es jedoch etliche Miss­töne.

Intendant Henri Maier wurde aus immer noch ziemlich unklaren Gründen geschasst, und Chefdirigent Riccardo Chailly machte vor allem durch Abwesenheit Schlagzeilen, lediglich eine Neuproduktion pro Spielzeit wird er fürderhin dirigieren, dafür jede Menge Konzerte im Leipziger Gewandhaus – dort ist er nämlich ebenfalls Chef (siehe OW 8/2007). Auch auf die eigentlich ja sehr prestigeträchtige Wiedereröffnungspremiere verzichtete der GMD und zog es vor, das Geschehen vom Parkett aus zu verfolgen. Vermutlich hat er sich im Nachhinein dann doch geärgert, den Taktstock verweigert zu haben.
Wagners «Rienzi» ist ein – in mehrfachem Sinn – schweres Stück, das sich ...

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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Jörn Florian Fuchs

Vergriffen
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