Janácek: Das schlaue Füchslein
In Sachen Janácek war Köln (vor allem in den achtziger Jahren mit Gerd Albrecht/ Harry Kupfer) schon immer stark engagiert. Die letzte Premiere des «Schlauen Füchslein» liegt inzwischen siebzehn Jahre zurück. Es ist ausgerechnet eine Oper, mit der sich der frühere Schauspieldirektor Torsten Fischer von Köln verabschiedet, während der inzwischen hauptsächlich beim Musiktheater beheimatete Ex-Intendant Günter Krämer dies mit einem Sprechdrama, Tschechows «Möwe», tat.
Trotz Fischers Sympathie für das Werk, das er bereits an der Wiener Volksoper erarbeitete, hinterlässt seine Inszenierung zwiespältige Eindrücke.
Fischer ahmt das realistische Felsenstein-Prinzip von 1956 im Ansatz nach. Doch erhebt sich die Frage, ob dies der Janácek-Weisheit letzter Schluss ist. Immerhin identifiziert der Komponist das (weibliche) Füchslein durch die Augen des Försters (erstklassig: Werner Van Mechelen) dezidiert mit der von allen Dörflern angehimmelten Zigeunerin Terynka, die sich dann aber der grobe Wilderer Háraschta (wie ein Sturmwind: Samuel Youn) erobert. Natur und menschliches Seelenleben sind nicht zu trennen. Stein Winges neutralere Düsseldorfer Konzeption (im Zirkusmilieu) wirkte vor ...
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