Familienbetrieb mit Oberhaupt
Herr Loebe, die ersten fünf Frankfurter Premieren in Ihrer Verantwortung waren Schuberts «Fierrabras», Brittens «The Turn of the Screw», Schrekers «Schatzgräber», Strauss’ «Frau ohne Schatten» und «Walzertraum» von Oscar Straus. Das Publikum hat diesen Mut offenbar honoriert. Wie haben Sie die Wende geschafft?
Wenn es kritisch wird, ist die Flucht nach vorn das Beste. Nach elf Jahren am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel hatte ich so ein bisschen das Image des Gesangsfetischisten oder Belcanto-Freaks weg – nach dem Motto: in Schönheit sterben.
In Brüssel wurde das, was man in Deutschland unter Musiktheater versteht, ja nur maßvoll praktiziert. Trotzdem haben Regisseure wie Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Willy Decker, die Herrmanns oder Christof Loy, der damals gerade anfing, dort wichtige und wegweisende Produktionen bestritten. Die Entwicklungen in Frankfurt habe ich natürlich aus der Ferne beobachtet – ich bin ja in dieser Stadt aufgewachsen. Als ich dann die Leitung des Hauses übernommen hatte, habe ich zunächst gesagt: Ihr müsst mehr Premieren machen. Da waren die Mitarbeiter zuerst einmal irritiert. Umso mehr, als der erste Spielplan herauskam und der eine oder andere ...
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ARTE
1.3. – 6.00 Uhr
30 Jahre Ensemble Intercontemporain.
Konzert in der Pariser Cité de la Musique 2007. Musikalische Leitung: Susanna Mälkki, Peter Eötvös, Pierre Boulez. Werke von Ligeti und Boulez.
1.3. – 20.20 Uhr
7.3. – 6.00 Uhr
15.3. – 11.25 Uhr
Die Kunst des Frédéric Chopin.
Dokumentation von Gérard Caillat.
1.3. – 21.10 Uhr
Galakonzert aus Warschau.
Live-Übertragung...
«Farbenfroh, frisch und humorvoll» – diese Charakterisierung klingt ein bisschen nach Werbetext. Ist es in gewisser Weise auch, denn das Zitat stammt aus dem Booklet und bezieht sich auf die Inszenierung des Briten Nigel Lowery, der für eine Koproduktion von Berliner Staatsoper und Innsbrucker Festwochen Haydns «Orlando Paladino» auf die Bühne gebracht hat. Genauso...
Was dem Ballett recht ist, ist der Oper billig. So werden sie sich im Baden-Badener Festspielhaus denken. In der Tat, die Choreografien eines Bournonville, eines Petipa oder Fokin werden nach mehr als einem Jahrhundert noch neu einstudiert. Die Baden-Badener Richard-Strauss-Pflege verfährt ähnlich: Nach dem Salzburger «Rosenkavalier» (1995) des 2002 verstorbenen...
