Sprungbrett

Opernwelt - Logo

Alle zwei Jahre führt Elena Obraztsova einen internationalen Gesangswettbewerb in St. Petersburg durch und öffnet damit den Preisträgern die Tür zu vielen Opernbühnen weltweit. Der Grundgedanke des Wettbewerbs mutet beinahe philanthropisch an: Da sich die meisten jungen Sänger in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion eine Reise zu den Wettbewerben im Ausland nicht leisten können, holt Obraztsova eine hochkarätige Jury nach St. Petersburg.

In den vergangenen Jahren gehörten zu den Juroren Fedora Barbieri, Joan Sutherland, Renata Scotto, Gabriella Tucci sowie zahlreiche Manager der führenden Opernhäuser der Welt und Impresarios. In diesem Jahr glänzte die Jury mit Teresa Berganza, Ileana Cotrubas und Giacomo Aragall.
Es findet keine Vorauswahl anhand von Audio- oder Videobewerbungen statt. Jeder Sänger unter dreißig, der bereits an einem Opernhaus engagiert ist, am Konservatorium studiert oder privat unterrichtet wird, darf sich melden. Eine Arie von Verdi sowie ein Lied von Tschaikowsky oder ein deutsches Lied sind in der ersten Runde gefragt; eine Belcanto-Arie, ein Lied von Rachmaninow und eine Opernarie des 20. Jahrhunderts in der zweiten Runde; eine europäische und eine russische ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Dezember 2005
Rubrik: Magazin, Seite 32
von Sergej Saizew

Vergriffen
Weitere Beiträge
Auf dem Kreuzweg

Zum Auftakt der Spielzeit gab Mannheims neue Intendantin Regula Gerber ihre Visitenkarte ab. Man eröffnete mit einer Neuinszenierung von Verdis «La forza del destino» (siehe Seite 6 dieser Ausgabe). Zwei Tage später die andere Seite der Karte: ein Abend mit Werken Luciano Berios.
Man sitzt im Schauspielhaus. Schwarze ansteigende Bühnenrampe. Über Bühne und...

Tragödie als Farce

Erstmals wagt sich die Deutsche Oper am Rhein an die «Trojaner» von Hector Berlioz und delegiert arbeitspraktisch geschickt je einen der beiden Teile nach Duisburg und Düsseldorf. Wie Herbert Wernicke 2000 bei den Salzburger Festspielen schiebt Regisseur Christof Loy als Kommentar, nur in Duisburg, Offenbachs Buffa «La Belle Hélène» nach. Auch diese lässt er im...

Rache der Komture

Es sollte die glanzvolle Saisoneröffnung und zugleich der Auftakt der musikalischen Veranstaltungen des Mozartjahres in Spanien werden. Die Presse hatte die Rückkehr des Don Juan in einer echten Eigenproduk­tion mit spanischer ­Starbesetzung mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht. Doch es kam anders. Das späte Debüt des Theaterregisseurs Lluis Pasqual und des...