Schlaglichter auf den Bühnenalltag
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Über das Leben vieler Nachkriegkomponisten wissen wir wenig. Zu nah ist ihre Zeit der unseren, zu präsent sind sie als Kommentatoren in eigener Sache, und gottlob ist mancher von ihnen noch schöpferisch tätig. So haben die Klassiker der seriellen Ära eines ihrer Ziele vorübergehend erreicht: Die Rationalität des Werks überstrahlt die Irrationalität des Urhebers....
Es gibt Inszenierungen, die kommen mit einer einzigen szenischen Idee aus und sind dennoch großartig. Der Hamburger «Rosenkavalier», eine Übernahme aus dem koproduzierenden Helsinki, gehört nicht dazu. In altbewährter Zusammenarbeit mit seiner Gattin hat Marco Arturo Marelli (Regie, Bühnenbild, Licht) das Kunststück fertiggebracht, einen charmanten, witzigen,...
Alles Theater? Wenn der Chor am Ende vom Triumph Amors singt, tut er das gleichsam in eigener Regie. Die beiden Liebenden sind zu diesem Zeitpunkt von der Bühne ihres vorgestellten Lebens bereits abgetreten. Sie schauen sich das «lieto fine» der theatralischen Handlung (in der leicht gekürzten Wiener Fassung von 1762) aus der Publikumsperspektive an. Das ist der...
