Ohne Widerlager
Stanislaw Lem sah die vielen Bearbeitungen seines Sci-Fi-Romans «Solaris» von 1961 mit Skepsis. «Alles Interessante an meinem Roman bezog sich auf das Verhältnis der Menschen zu diesem Ozean als einer nicht-humanoiden Intelligenz – nicht auf irgendwelche zwischenmenschlichen Liebesgeschichten», bemerkte er 2001 zu Steven Soderberghs Verfilmung. Selbst Tarkowskis ungleich bedeutenderer Film (1972) missfiel ihm.
Die Darstellung des Ozeans, der die gesamte Oberfläche des Planeten Solaris bedeckt, ist in der Tat der Knackpunkt.
Er ist ein Wesen von überlegener, ja gottgleicher Intelligenz und kreativer Potenz – die Objekte und zoomorphen Formen, die er unentwegt hervorbringt, können Worte durchaus, die Mittel eines Bühnen-Illusionismus eher weniger fassen. Dai Fujikura und sein Librettist, Regisseur und Choreograf Saburo Teshigawara wollten sich auf den «abstrakten» Kern des Textes, das philosophische Argument, konzentrieren. Doch auch sie hielten sich letztlich ans Menschlich-Greifbare: die Beziehung zu den «Besuchern», Emanationen des Ozeans, die früheren Bezugspersonen der Betroffenen täuschend nachgebildet sind. Stellvertretend gibt es hier nur eine Besucherin, Hari, die Frau des ...
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Opernwelt April 2015
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Ingo Dorfmüller
ARD-ALPHA
6.4. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert
Schubert: Symphonie Nr. 7 h-moll D 759 «Die Unvollendete».
11./25.4. – 22.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
12./19./26.4. – 11.00 Uhr
Wiener Sextett.
1. Schönberg: Verklärte Nacht, op. 4. 2. Brahms: Sextett für Streicher Nr. 1, B-Dur, op. 18.3. Brahms: Sextett für Streicher Nr. 2., G-Dur, op. 36.
arte
1.4. – 5.15 Uhr
7.4. –...
Der Befund ist kaum neu: So wie das Schauspiel immer weniger seinen Texten vertraut und durch den Griff der Protagonisten nach dem obligatorischen Mikrofon zum Musiktheater wird, so wird in der Oper der Vertrag mit der Partitur brüchiger. Solange aber Uraufführungen als Auftragswerke in den herkömmlichen Opernbauten und unter den üblichen Bedingungen genormter...
Frau Wagner, im Internet gibt es eine Aufnahme, da singen Sie Puccinis «O mio babbino caro», und beim ersten «Si, si» passiert’s: Sie verlieren diesen Riesenohrring ...
Und meine Schreckgrimasse schwirrt jetzt auf ewig im Internet herum (lacht). Das Ding war einfach zu schwer! Bei solchen Missgeschicken gilt: Weitersingen ist alles! Man muss spontan sein.
Die...
