Dinosaurier

Alles Retro: Wie Philip Glass, Robert Wilson und Lucinda Childs in Los Angeles «Einstein on the Beach» zelebrieren

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Als wären angegraute Astronauten gekommen, um von ihren alten Abenteuern im All zu erzählen: Rein äußerlich ist das einstige Heldentum längst verwittert, aber es geht ja um kollektive Erinnerungen und lebende Legenden. Ein etwas nostalgischer Blick zurück in versunkene Zeiten. Und ein bisschen tun sie an diesen Oktober-Tagen in Los Angeles tatsächlich so, als ginge es um die Mondlandung – und nicht um eine Oper.

«Einstein on the Beach» macht Station im Dorothy Chandler Pavilion und wird, damit keine Missverständnisse auftauchen, als «eine der größten künstlerischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts» annonciert.

Ihre Urheber versuchen die damit einhergehenden Huldigungen nach bestem Können zu ignorieren: Philip Glass kauzt bei einer Gesprächsrunde auf seinem Stuhl und tunkt seinen Witz in schweres Nuscheln, Lucinda Childs guckt so streng wie eine Gouvernante im Wachsfgurenkabinett, und Robert Wilson fällt immer allen ins Wort. Gemeinsam sollen sie einem vor allem studentischen – also: nachgeborenen – Publikum erklären, was das 1976 für Zeiten waren, als sie «Einstein on the Beach» für Aix-en-Provence zusammenbauten: fünf Stunden Tableaus und Musik und viel Bewegung und keine ...

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Opernwelt Dezember 2013
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Clemens Prokop

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