Premiere
Er ist schon zu Lebzeiten eine Legende: der Schweizer Tenor Ernst Haefliger, berühmt als Evangelist besonders der Bach-Aufführungen von Karl Richter, aber auch als Mozart-Sänger und Liedgestalter, als Anwalt der Moderne, Protagonist zahlreicher Uraufführungen und nicht zuletzt als Pädagoge. Dem inzwischen siebenundachtzigjährigen Künstler wurde jetzt der erste internationale Wettbewerb für Operngesang in der Schweiz gewidmet. Haefliger päsidierte eine Jury, zu der unter anderen die Mezzosopranistin Teresa Berganza sowie die Dirigenten Alberto Zedda und Ralf Weikert gehörten.
Angemeldet hatten sich einhundertdreißig Teilnehmer aus fünfundzwanzig Ländern. Achtzig von ihnen wurden für die Vorrunden nach Gstaad geladen, zehn schafften es schließlich zum Finale im Stadttheater Bern.
Die Idee zu diesem Wettbewerb stammt vom Berner Operndirektor Aviel Cahn. Er hat sie aus Finnland mitgebracht, wo er zuvor tätig war. «In Finnland gibt es ein einziges Opernhaus und acht Gesangswettbewerbe», erzählt er: «In der Schweiz gibt es acht Opernhäuser und noch keinen Wettbewerb dieser Art.» Keine Frage: Wettbewerbe sind Motivation und Messlatte für junge Sänger. Sie bieten Chancen zur ...
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