Science Fiction, satirisch
Auch wenn Jacques Offenbach nach 1871 in Paris nicht mehr die zentrale Rolle spielte wie im Zweiten Kaiserreich, so schrieb er bis zu seinem Tod (1880) immerhin noch vierzig Bühnenwerke, von denen einige sehr erfolgreich waren. Freilich hatte er sich dem veränderten Zeitgeschmack anzupassen. Jetzt waren Feerien gefragt, Ausstattung und moderne Bühnentechnik spielten auf dem Gebiet des unterhaltenden Musiktheaters eine immer größere Rolle.
Zu den Modeschriftstellern dieser Zeit gehörte Jules Verne mit seinen utopischen, zugleich wissenschaftlichen und wissenschaftskritischen Romanen, die noch heute viel gelesen werden. Mit einer Bühnenadaption der «Reise zum Mond» war Offenbach 1875 ein Coup gelungen.
Nahe liegend also, sich ein zweites Mal an diesen Autor anzulehnen. «Le Docteur Ox», im Januar 1877 uraufgeführt, geht auf eine Novelle Vernes zurück und spielt in einem imaginären flandrischen Städtchen namens Quinquendonne, wo alles seinen mehr als gemächlichen Gang geht. Bis der dänische Wissenschaftler Dr. Ox mit seinem Assistenten Ygène auftaucht und an der staunenden Bevölkerung die Wirkung eines Gases ausprobiert, das in der Lage ist, die Lebenskraft zu verdoppeln. Sobald es ...
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