Auf Janácek zugehen
«Seine Utopie» nennt Stéphane Lissner die Kooperationen mit den großen europäischen Musikbühnen als Teil von gesamteuropäischen Opernprojekten. Sie bilden eine Spindel auch des Programms der Wiener Festwochen. Seit diesem Jahr ist Lissner Musikdirektor der Wiener Festwochen und wird es, so heißt es zumindest im Moment, da dies geschrieben wird, trotz seiner anderen Verpflichtungen in Aix und Mailand auch bleiben.
Beim ersten von ihm verantworteten Musikprogramm in Wien verband er die Hinterlassenschaft seines Vorgängers Hans Landesmann, etwa die Produktion von Mozarts «Lucio Silla» mit Nikolaus Harnoncourt und Claus Guth (wir berichteten) mit einigen kooperativen Projekten: Händels «Hercules» etwa, im Vorjahr in Aix herausgebracht, setzte den großen Erfolg unter William Christie auch im Theater an der Wien fort; Philippe Boesmans’ «Julie», ein paar Wochen davor in Brüssel uraufgeführt, war im Ronacher nicht ganz so erfolgreich. Beide Produktionen verbanden sich im Übrigen mit dem Namen des Festwochen-Chefs Luc Bondy als Regisseur. Auf dem Programm ferner noch Peter Sellars’ bereits bekannte szenische Version der beiden Bach-Kantaten BWV 199 und 82 mit der wunderbaren Lorraine ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Bei der Uraufführung einer Rameau-Oper, so ist überliefert, rügten einst die Orchestermusiker, sie seien mit der Wiedergabe der komplexen Partitur derart beschäftigt, dass ihnen nicht einmal die Zeit zum Schnäuzen bleibe. Auch die Kieler Philharmoniker dürften sich gehörig gefordert gefühlt haben, als sie sich unter dem ebenso kenntnisreichen wie befeuernden...
Hochdramatische leben gefährlich. Diese Erfahrung hat Ute Vinzing Anfang der siebziger Jahre bei einem Gastspiel als Senta in Düsseldorf machen müssen. Nachdem der Sänger des Holländers nach seinen Schlussworten in die Unterbühne abgefahren worden war, sollte Senta bei ihrem Todessprung denselben Weg nehmen – aber irgendetwas in der Technik klemmte: Die...
Auf der Grundlage einer privaten Sammlung historischer Gesangsaufnahmen hat Hänssler CLASSIC jetzt eine neue Reihe unter dem simplen, aber zutreffenden Titel «Living Voices» gestartet. Auf den ersten Blick erscheint die Auswahl der Sänger nicht besonders interessant, handelt es sich doch fast durchweg um die ganz großen Namen, die auf CD auch anderswo schon...
