Opernhaus des Jahres
Eine so vielseitige Spielzeit hat selbst Gerard Mortier in Brüssel nur selten hinbekommen: Neben der Uraufführung von Hosokawas «Matsukaze» (szenisch betreut von Sasha Waltz) sorgte La Monnaie 2010/11 für die glanzvolle Rehabilitierung von Meyerbeers «Les Huguenots»; Andrea Breth setzte sich erstmals mit Janácek auseinander; Romeo Castellucci gestaltete den «Parsifal» als Stück der Extreme. Unter den Dirigenten die Besten ihres Fachs wie Hartmut Haenchen und Marc Minkowski. Die Besetzungen stets handverlesen, genau auf die Stilistik der Stücke und auf den Raum abgestimmt.
Vor allem aber: Teamarbeit, lange im Voraus geplant und genutzt. Keine Frage: Unter der Leitung von Peter de Caluwe zeigt sich das Théâtre de la Monnaie auf der Höhe der Zeit und seiner (an Höhepunkten gewiss nicht armen) Geschichte. Deshalb ist es jetzt «Opernhaus des Jahres». Das erste übrigens, das nicht im deutschsprachigen Raum steht.
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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 4
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