Lichtspiele

Mahlers Achte in der Hamburger Elbphilharmonie

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Die Akustik. Was ist nicht alles über sie geschrieben, debattiert und disputiert worden. Fast könnte man meinen, die Halle sei wichtiger als das, was in ihr geschieht. Sagen wir es so: Die Akustik eines Raumes, auch die direkte der Elbphilharmonie, ist nur so gut wie das Orchester, das in und mit ihr spielt. Und: wie die Person, die dieses Spiel steuert. Eigentlich sollte Kent Nagano Mahlers Achte dirigieren, umrahmt von einer eigens für diese Aufführung entworfenen «Lichtskulptur» rosalies. Dann wurde er krank.

Eliahu Inbal, der vor Jahrzehnten einmal eine Gesamtaufnahme der Mahler-Symphonien realisierte, sprang ein. Inbal lieferte einen über weite Strecken krachledernen, grobschlächtigen, massiven Mahler. Mit gravierenden Folgen für die Gesangssolisten. Sie standen hinter dem Philharmonischen Staatsorchester, sahen sich gehalten, über den Klangkörper hinweg gleichsam ans andere Ufer zu gelangen. Mitunter waren sie kaum zu hören. Wer den Text nicht ohnehin kannte, verstand kein Wort. Immerhin drei Sängern gelang die gewagte Überbrückung: Sarah Wegener als Magna peccatrix mit stahlhartem, Jacquelyn Wagner als Una poenitentium mit metallisch schimmerndem Sopran, Kartal Karagedik als ...

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Opernwelt Juni 2017
Rubrik: Magazin, Seite 85
von Jürgen Otten

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