Werkstatt und Werk
Hartmut Haenchens zweibändige Textsammlung war schon bei ihrem Erscheinen ein Kompendium besonderer Art. Hier spricht ein Dirigent, der zugleich Musikforscher ist in dem Sinn, dass er alles, was er tut, nicht nur werkinhärent am Notentext hinterfragt, sondern sich auch intensiv mit Quellen auseinandersetzt, mit Fassungsfragen zum Beispiel, mit historischen Gegebenheiten der Aufführungspraxis – und der darüber sich selbst, seinen Musikern und oft auch seinem Publikum schriftlich Rechenschaft ablegt.
Es gibt nicht viele Dirigenten, von denen wir solche zwischen Analyse, Musikpraxis und Rechenschaftsbericht angesiedelten Texte haben. Kirill Kondraschin gehört dazu, Hermann Scherchen und Hans Swarowsky. Die Memoirenblüten sogenannter Stars haben damit nichts zu tun. «Opernwelt» hat deshalb Haenchens spannenden Aufsatz zu den Tempi bei Wagner im Jahrbuch 2013 als Vorabdruck veröffentlicht.
Für die 2016 wiederum im Pfau Verlag erschienene zweite Ausgabe hat Haenchen einige Aktualisierungen vorgenommen. Vor allem aber sind neue Texte dazugekommen. Einer von ihnen gilt der Höhe des Stimmtons. Haenchen erinnert daran, dass sich die Stimmung im ganzen 19. Jahrhundert nach oben entwickelte ...
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Opernwelt August 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 30
von Stephan Mösch
ARD-ALPHA
7.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack aus Mailand.
Mit Martin Grubinger.
7.8. – 20.15 Uhr
Internationaler Musikwettbewerb der ARD.
Rückblick auf den 57. Wettbewerb 2008.
14.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack aus Norwegen.
Mit Sol Gabetta.
15.8. – 11.00 Uhr
Bernard Haitink dirigiert
Beethoven: Missa solemnis.
21.8. – 11.00 Uhr
KlickKlack mit Blasmusik-Spezial.
Mit Martin Grubinger.
21...
Die Ungarische Staatsoper steht in der «illiberalen Demokratie» Viktor Orbáns glänzend da. Geleitet wird sie seit 2011 von Szilveszter Ókovács, einem Vertrauten des allmächtigen Ministerpräsidenten. Das Jahresbudget des Hauses beträgt umgerechnet etwa 40 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel wie im Jahre 2010, vor dem Durchmarsch der rechtspopulistischen,...
Schon länger machte er sich bei Achim Freyer und Robert Wilson als Co-Regisseur nützlich. Er inszenierte bereits am Salzburger Landestheater und in Wuppertal, jetzt scheint er sich auf den Marsch durch die größeren Institutionen zu begeben. Das Staatstheater Karlsruhe lud Tilman Hecker nun ein, Vincenzo Bellinis Romeo-und-Julia-Oper «I Capuleti e i Montecchi» auf...
