Erst ein kleiner Papageno...

Opera Domani: Education-Erfolg in Italien

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Das Teatro Olimpico in Rom, eine Vorstellung von Mozarts «Zauberflöte». Mehrere hundert Sechs- bis Dreizehnjährige haben sich eingefunden, und sie machen mit: Sie stimmen in Papagenos Arien ein, sie singen fast die komplette Partie der Drei Knaben und alle Chorpassagen. Am Ende bejubeln sie ihren jungen Dirigenten Salvatore Percacciolo wie einen Popstar – ein italienisches Opernwunder, allen Horrormeldungen über kulturelle Kahlschläge zum Trotz. Opera Domani heißt die Intiative, die das möglich macht, «Oper für morgen».

Sie wurde vor fünfzehn Jahren im norditalienischen Städtchen Como ins Leben gerufen. «Wir wollten ein musikalisches Angebot für Kinder und Jugendliche schaffen, das der jungen Generation die Oper nahe bringt», erzählt Barbara Minghetti, die Initiatorin von Opera Domani und Präsidentin der Associazione Lirica e Concertistica Italiana (AsLiCo). «So etwas gab es damals in Italien noch überhaupt nicht. Unser Ziel war dabei von Anfang an, die Kinder direkt in die Aufführungen einzubeziehen – sie zu Protagonisten zu machen». Der Plan scheint aufzugehen: Inzwischen werden im Rahmen der Initiative weit über 100 Vorstellungen pro Jahr realisiert, mehr als 100 000 Kinder und ...

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Opernwelt September/Oktober 2012
Rubrik: Magazin, Seite 102
von Sabine Radermacher

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