Sie gehören zum kollektiven Gedächtnis

Wagner-Stimmen in historischen Aufnahmen aus New York und München

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An der Metropolitan Opera in New York, so war in der letzten Ausgabe von «Opernwelt» zu lesen, blüht derzeit vor allem die Kunst des Verkaufens. In Zeiten schwindender Etats und unbeständiger Sponsorengunst hat Peter Gelb, der General Manager, gar keine andere Wahl. Wie bei der Vermarktung der aktuellen Aufführungen schleicht sich jedoch auch bei der Vermarktung der Geschichte bisweilen ein schaler Geschmack ein.

So jetzt bei der Edition von neun Wagner-Opern bei Sony (warum «Parsifal» fehlt, bleibt unerfindlich).

Auf der Box wird behauptet, die historischen Mitschnitte erschienen «on compact disc for the first time». Wer das für einen Lapsus hält, wird im Booklet erneut belehrt: «now, in celebration of Wagner’s 200th anniversary» habe die Met ihre Schatzkammern geöffnet. Das mag insofern stimmen, als Originalbänder der zweifellos singulären Aufführungen restauriert wurden. Auf dem CD-Markt erhältlich sind alle jedoch seit Jahren bei diversen Labels, und die jetzt vorgeführte Tonqualität ist oft besser, aber keineswegs in allen Fällen so gravierend, dass sich eine Neuanschaffung lohnen würde. Es lässt sich eben – man mag Nebengeräusche mehr oder weniger herausfiltern – nichts mehr ...

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Opernwelt Mai 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 29
von Stephan Mösch

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