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«Babylon» heißt die neue Oper von Jörg Widmann. Das Libretto hat kein Geringerer geschrieben als Peter Sloterdijk. Die Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper am 27. Oktober wird mit Spannung erwartet. Die musikalische Leitung hat Kent Nagano.

Der große Medienteil in der Dezember-Nummer von «Opernwelt» bringt Besprechungen von neuen und historischen Gesamtaufnahmen, Recitals und Büchern. Zu den interessanten Projekten des Labels Orfeo gehört eine CD, auf der Anne Schwanewilms Lieder und Szenen von Richard Strauss singt.

Spielzeitauftakt in Frankreich: Toulouse wagt sich an Wagners «Rienzi» (Foto), Lyon startet mit einer anspruchsvollen «Carmen», in Paris bildet Charpentiers «Medée» unter Emanuelle Haïm den Auftakt zu einer Reihe von Medea-Opern.

Es ist lange her, dass ein deutscher Bariton im italienischen wie im deutschen Fach gleichermaßen Erfolg hatte. Man muss schon an die Zeiten von Josef Metternich zurückdenken. Thomas J. Mayer wird heute als Verdis Macbeth genauso gefeiert wie als Wagners Wotan. Ein Gespräch

Die Freiheitsstatue als heimliche Opernheldin? Die Neuproduktion von Puccinis «Manon Lescaut» in Graz bietet ungewohnte Zusammenhänge. Gar nicht so ungewöhnlich, wenn ...

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Opernwelt November 2012
Rubrik: Service, Seite 88
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Sie muss lange in der Maske gewesen sein, um so auszusehen: wie ein glatzköpfiger Kirchenmann, das Kreuz als Banner tragend, mit durchdringendem Blick, als wolle sie einen Ungläubigen mit dem Kruzifix exorzieren oder mindestens missionieren. Vermutlich war sie sich von Anfang an darüber im Klaren, dass die Angelegenheit maximalen Einsatz und ungewöhnliche Mittel...

Shoot-out in Missouri

Im Wald, da sind nicht nur, halli, hallo, die Räuber. Sondern auch die Phantome der deutschen romantischen Fantasie, zwielichtige Wesen wie Undine, Fafner, die Knusperhexe, Samiel. Der Wald ist ja, wenn man Elias Canetti glauben will, gerade für Germanen ein magischer Ort: «Das Rigide und Parallele der aufrecht stehenden Bäume, ihre Dichte und ihre Zahl erfüllt das...

Kleine Leut’ ganz groß

Jede Köchin muss in der Lage sein, die Staatsmacht auszuüben», lässt sich Lenin im Programmheft zitieren. Bevor das allerdings geschehen kann, gilt es erst einmal Tabula rasa zu machen in den eigenen vier Wänden. Von denen kann in der Oper «Wir gratulieren» von Mieczyslaw Weinberg zwar nicht die Rede sein; zwei Akte lang spielt sie in der Küche eines...