Schubert. Schubert?
Beschreibung:
Als Komponistenpersönlichkeit lässt sich Franz Schubert (1797-1828) nicht auf eine einfache Formel reduzieren, auch wenn es schon hunderte Male versucht worden ist. Weder war er ein «Liederfürst» (außerhalb seiner Heimatstadt Wien, die er fast nie verließ, blieb er zeitlebens so gut wie unbekannt), noch ein abgründiges Genie, ein «Todesmusiker», und auch die Zuschreibung «Wiener Beitrag zur Romantik» zeugt von relativ hilflosen Einordnungsversuchen.
Schuberts Werk ist zeitlos-zwischenzeitlich, überspannt die Grenze zwischen Klassik und Romantik.
Der österreichische Musikwissenschaftler Gernot Gruber hat sich der schillernden Musikerfigur aufs Neue genähert und eine Biografie geschrieben, die sich jenseits von schon Jahrhunderte alten Klischees bewegt. Das Buch ist in zwei große Komplexe unterteilt: Der erste Teil schildert Schuberts Leben vor dem Hintergrund des kulturgeschichtlichen Zeitgeschehens, der zweite konzentriert sich auf Schuberts kompositorische Entwicklung.
Bewertung:
Grubers Monographie zeichnet sich durch eine skeptische Haltung gegenüber der Rezeptionsgeschichte von Schuberts Musik aus. Bei jemandem, über den so viel geschrieben wurde, angesichts der ...
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