Palermo als Bühne für internationale Kunst

Die Stadt öffnet sich für die 12. Manifesta

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Palermo verbinden viele mit Mafia und Misswirtschaft, aber es ist auch eine Stadt, in der seit jeher Menschen aller Herkunft und Hautfarben leben. Das soll auch so bleiben! Der legendäre Bürgermeister Leoluca Orlando will durch die internationale Kunstausstellung Manifesta ein Bewusstsein für Kultur zu den Bewohnern bringen. So findet sie auf Plätzen, in alten Palazzi und in grauen Vorstädten statt – und inszeniert sich selbst. 

Wer in diesen Zeiten vorgibt, Kunst und Kultur könnten etwas bewirken, wird oft mitleidvoll belächelt.

Während die EU in der Migrationsfrage mit ihren Mitgliedsstaaten um Kompromisse und nicht zuletzt um ihr Überleben ringt, lebt man an ihrem südlichen Außenposten Sizilien seit jeher die sozialen, humanitären, ökonomischen und prekären Wirklichkeiten dieser alles überragenden Frage in vollem Umfang. Ziemlich anders war die Situation vor zwei Jahrzehnten, als 1996 die Wanderbiennale Manifesta in Rotterdam an den Start ging. Da war Europa eine realistische Vision und die migrierende Kunstschau verstand sich als Expedition in einen Kontinent ohne Eisernen Vorhang. Die Probleme damals hießen Neujustierung der politischen Systeme. Der Wille zur Zusammenarbeit ...

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BTR Ausgabe 4 2018
Rubrik: Foyer: Aktuell, Seite 4
von Irmgard Berner

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