Harmonie in Blau auf dem grünen Hügel
In diesem Festspielsommer standen die Zeichen auf Blau. Das Künstlerpaar Neo Rauch und Rosa Loy hatte das Bühnenbild zur Neuproduktion von „Lohengrin“ entworfen, sechs Jahre lang daran gearbeitet und sich intensiv mit der Oper und dem Betrieb als solchem auseinandergesetzt. Alles war in Blau gehalten. Der riesige Rundhorizont, gefertigt von den Werkstätten der Oper Leipzig, bildete das Zentrum der Traum-Szenerie.
Neo Rauch und Rosa Loy werden beide der sogenannten Neuen Leipziger Schule zugerechnet und sind international bekannt, aber im Bereich Bühnenbild war das Künstlerpaar bisher noch nicht tätig gewesen. Bereits für den „Tannhäuser“ 2011 hatte Katharina Wagner einen bildenden Künstler als „Neuling“ beim Bühnenbild engagiert, den holländischen Skulpteur Joep van Lieshout. Dieser hatte eine den Bühnenraum füllende Installation hingestellt, der sich alles andere unterordnen musste, akustisch und visuell durchaus problematisch (BTR 5/2011).
Neo Rauch und Rosa Loy gingen einen anderen Weg: Sie setzten sich mit der Geschichte von Oper und Bühnenbild, aber auch mit dem Wesen der Akustik auseinander und waren interessiert zu lernen, wie aus Malerei ein großflächiges und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 5 2018
Rubrik: Thema: Festspiele, Seite 16
von Karin Winkelsesser
Zum Ende der Spielsaison 2017/18 wurde die Tango-Oper „María de Buenos Aires“ des Argentiniers Astor Piazzolla auf der Schlossbergbühne der Grazer Kasematten aufgeführt. Im Auftrag der Opernhaus Graz GmbH schuf Rohde Acoustics dazu eine Akustik, die den 600 Besuchern eine exakte Lokalisation der Künstler und den Höreindruck eines Opernsaals bot – trotz des mit rund...
Das englische Bayreuth ist das Opernhaus Glyndebourne, das ebenfalls alljährlich ein Festival abhält. Hier lädt aber der naturbelassene weite Hügel zum Picknick ein und das Opernhaus bietet mit 1100 Sitzen gerade halb so viel Platz wie Bayreuth. Das hauseigene Windrad produziert über 102 Prozent des Energiebedarfs selbst, und 65 Prozent des Budgets werden...
34 Produktionen und Projekte, davon 18 Eigen- und Koproduktionen sowie 16 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Europa- und Deutschlandpremieren sowie Installationen präsentierte die diesjährige Ruhrtriennale vom 9. August bis zum 23. September in den ehemaligen Industriearchitekturen des Ruhrgebiets. Die erste Ausgabe in der dreijährigen Intendanz von Stefanie Carp...
