Erfolge neu beleben: 70 Jahre Komische Oper
Die vergangene Saison der Komischen Oper in Berlin war dem 70-jährigen Jubiläum des Hauses gewidmet. Mit zahlreichen Premieren zeigte es sich zwar höchst gegenwärtig, aber als Rückgriffe auf die Geschichte wählte Intendant Barrie Kosky die Produktionen „Anatevka“ und „Blaubart“ als Schwerpunkte aus, weil sie in der Geschichte des Hauses eine besondere Rolle spielten. „Anatevka“ inszenierte er selbst, und für „Blaubart“ lud er Stefan Herheim ein.
Bei unserem Treffen kurz vor Saisonende berichtet der Technische Direktor Daniel Kaiser: „Wir erzählen hier klassisches Musiktheater, dazu brauchten und wollten wir keine hochtechnisierten Entwürfe mit Projektionsflächen oder bewegten Bildern haben.“ Mit den beiden Inszenierungen sollte vor allem an den Neubegründer der Komischen Oper nach dem Zweiten Welkrieg erinnert werden: Walter Felsenstein (1901–1975). Er setzte den Schwerpunkt auf das Spiel, das die Oper deutlich dynamischer machte und später unter dem Begriff Musiktheater viele Nachahmer fand. Seine beiden Produktionen „Anatevka“ und „Blaubart“ wurden vor allem wegen ihre Erfolgs zur Legende: „Anatevka“ kam am 23. Januar 1971 heraus und erlebte mehr als 500 Vorstellungen, wurde ...
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BTR Ausgabe 4 2018
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 38
von Karin Winkelsesser
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