Ein Präludium für die Staatsoper

Um- und Einzug in das renovierte Haus Unter den Linden

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Nach sieben Jahren wurde die Staatsoper zum Tag der Deutschen Einheit offiziell wiedereröffnet. Dem einwöchigen Programm mit zwei Opernvorstellungen und drei Konzerten – Präludium genannt – folgte die erneute Schließung des Hauses für Bautätigkeiten. Zum 275. Geburtstag am 7. Dezember beginnt die erste Saison im frisch renovierten Haus. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, denn bis zuletzt gab es Verzögerungen, die auch den Um- und Einzug erschwerten. Ein Blick hinter die Kulissen.

Am 14.

Juli fand die allerletzte Vorstellung in der Interimsspielstätte der Staatsoper, dem ehemaligen Schiller Theater, statt. Gezeigt wurde das musikalische Seelendrama „Jakob Lenz“ des Komponisten Wolfgang Rihm in einer berührenden Inszenierung von Andrea Breth. Die Titelfigur verfällt dem Wahnsinn, die Bühne von Martin Zehetgruber stellt ein karges Krankenzimmer dar. So brauchte es am Schluss etwas Zeit, bis das Publikum den besonderen Moment des Abschieds erfasste. Spätestens als Intendant Jürgen Flimm und die Bühnenarbeiter sich unters Ensemble mischten, gab es viel Applaus für eine Mannschaft, die neben der regulären Arbeit zwei Umzüge innerhalb von sieben Jahren zu bewältigen hatte – mit vielen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 5 2017
Rubrik: Foyer: Aktuell, Seite 4
von Karin Winkelsesser

Weitere Beiträge
„Verachte mir die Meister nicht …“

„Die Meistersinger von Nürnberg“ war die diesjährige Neuproduktion der Bayreuther Festspiele. Raffiniert inszenierte Barrie Kosky die Oper über einen Sängerwettbewerb – unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan – historisch vielschichtig. Er verquickt Wagners Zeit mit dem Mittelalter und den Nürnberger Prozessen. Die Autorin stellt die Zusammenarbeit der...

Stay a while

Or as it is in German, “Verweile doch”. This quotation from Faust was chosen as the title for the Berlin State Opera’s opening gala. Yes, everybody would have liked to stay a while, especially the people responsible for its rebuilding. At last, one of Berlin’s major building sites is nearing completion, following seven years of renovation work at almost twice the...

Ein Museum wird zum Theater

Ernst Ludwig Kirchner, einer der bedeutendsten Künstler und Vertreter des Expressionismus des 20. Jahrhunderts, hat auch Theaterkulissen gemalt. In einer Sonderausstellung zeigt das Kirchner Museum Davos diese über 80-jährigen Auftragsarbeiten und bringt deren Kopien beim schweizerischen Volksstück „Die Tochter vom Arvenhof oder Wie auch wir vergeben“ zur Geltung –...