Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit

100 Jahre Wiener Melange der Moderne

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Unter dem Titel „Schönheit und Abgrund“ feiert Wien mit Ausstellungen und Veranstaltungen die Moderne – einhundert Jahre nach dem Schicksalsjahr 1918, als die K.-u.-k-Monarchie zusammenbrach. Vier wichtige Protagonisten – Gustav Klimt, Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser – prägten das Wien um 1900 nachhaltig, wie ein Rundgang durch die Stadt zeigt. Neu eröffnet wurde auch das Weltmuseum vor allem mit Sammlungen aus der 1918 abgetretenen Monarchie.

Treffpunkt ist am Fuß der Freitreppe, die hinauf zur Albertina führt.

Fiaker klackern gemächlich vorbei, aus haushohen Bussen steigen Touristengruppen aus. Unsere Blicke und Aufmerksamkeit wenden sich aber über den Lobkowitzplatz, hinüber zu dem prächtigen ockerfarbenen Eckhaus, dessen klare Struktur Christian Witt-Dörring, unser Guide, gerade wortreich rühmt. Unübersehbar sei der Einfluss der Pariser Belle Époque, der den Weg zum Jugendstil weist, betont der Kunsthistoriker. Es sei eine Schnittstelle, die den Anfang einer künstlerisch aufblühenden Ära markiere: „die Wiener Moderne.“ Erbaut wurde das Eckhaus 1884 von dem legendären Architekten und Stadtplaner Otto Wagner. Überall in Wien finden sich seine Bauten und Spuren, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 1 2018
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 50
von Irmgard Berner

Weitere Beiträge
Viel zu tun bei den Kulturbauten

Jedes Jahr gibt es leichte Veränderungen bei den JTSE, den „Technischen Tagen der Live-Veranstaltungen“. Dieses Mal stieg die Besucherzahl erstmals über die 6000, für eine Fachmesse ohne den Hintergrund einer Messeorganisation eine beachtliche Zahl. Kein Wunder: Der französische Markt der Veranstaltungswirtschaft boomt – viele Häuser werden renoviert und neu...

In den Hügel gebaut: Ein Saal für den Tanz

Weit sichtbar auf einer Anhöhe mit Blick auf den Eiffelturm liegt das Palais de Chaillot in Paris, ein Gebäudekomplex von 1937. Das Areal beherbergt heute unter anderem das Théâtre National du Chaillot, das einzige Nationaltheater Frankreichs für Tanz. Einer seiner unteridisch gelegenen Säle, die Salle Firmin Gémier, wurde 2015 abgerissen und durch einen Neubau...

Inspirationen und wertvolle Einblicke

In den vergangenen Jahren hat sich „Raumwelten“ bereits für die Fachwelt als wichtige Veranstaltung etabliert. „Ordnung! Transformation räumlich gestalten und inszenieren“ hieß das Motto zum Thema Kommunikation im Raum: Ein Kongress, Vorträge, Workshops, Case Studies sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm lockten Fachbesucher und weitere Gäste im November nach...